DSD fördert Burg Spantekow und Schloss Penkun
GlücksSpirale unterstützt Denkmale
(28.10.2026) Wer GlücksSpirale spielt, tut Gutes für Sport, Denkmalschutz, die evangelische Landeskirche und soziale Projekte. Rund 28 Prozent der Einnahmen werden für gemeinnützige Zwecke eingesetzt. Zwei Denkmale, welche von der Förderung profitierten, sind die Burg Spantekow und das Schloss Penkun.
Gemeinnütziges Engagement wird bei der GlücksSpirale großgeschrieben: Jährlich fördert sie viele wertvolle Projekte, die der Gesellschaft zugutekommen. Neben der Freien Wohlfahrtspflege, dem Deutschen Olympischen Sportbund und der Landeskirche ist die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) einer der landesweiten Destinatäre, die regelmäßig Fördermittel für Gemeinwohlprojekte erhalten. Seit 1985 setzt sich die DSD, als größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland, für die Rettung bedrohter Baudenkmale ein. Über Erträge der GlücksSpirale unterstützt LOTTO Mecklenburg-Vorpommern die Arbeit der Stiftung bereits seit mehr als 35 Jahren. Im vergangenen Jahr konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz so 40 Denkmalen allein in Mecklenburg-Vorpommern helfen.
Burg Spantekow – Meisterleistung des Festungsbaus
Die Burg Spantekow im gleichnamigen Dorf südwestlich von Anklam zählt zu den bedeutendsten Renaissance-Anlagen Norddeutschlands. Ihre Geschichte reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück: Als Stammsitz der Familie von Schwerin diente die auf einem künstlich angelegten Hügel errichtete Ringburg einst als wichtige Grenzfeste zwischen Mecklenburg und Pommern. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Anlage 1275. Ihre heutige Gestalt erhielt die Veste Spantekow vor allem zwischen 1558 und 1567. Damals ließ Ulrich von Schwerin, Großhofmeister im Herzogtum Pommern-Wolgast, den Familiensitz zu einer befestigten Renaissance-Anlage ausbauen. Mächtige Feldsteinmauern, ein Wall-Graben-System sowie Kasematten schützten die Burg. Über dem Torhaus erinnert noch heute ein Relief an den Bauherrn und seine Frau Anna von Arnim.
Nach der teilweisen Zerstörung im Jahr 1677 und Jahrzehnten des Verfalls nach dem Zweiten Weltkrieg schien das Schloss fast verloren. Seit der Rückkehr in Familienbesitz 1999 wird die Anlage jedoch schrittweise saniert. Erhalten sind heute unter anderem das Herrenhaus, der Torbau, das Wirtschaftsgebäude, die Kasematten und der Wassergraben. So bleibt die Burg Spantekow ein beeindruckendes Zeugnis pommerscher Geschichte. Aktuell liegt der Schwerpunkt auf der Instandsetzung der Hoffassade des Herrenhauses. Dabei werden beschädigte Putzflächen erneuert, freiliegendes Mauerwerk gesichert und historische Doppelkastenfenster denkmalgerecht restauriert, um die wertvolle Bausubstanz langfristig zu bewahren.
Schloss Penkun – Eine Perle der Renaissance
Das Schloss Penkun im Landkreis Vorpommern-Greifswald, nahe der polnischen Grenze, gehört zu den beeindruckendsten Renaissancebauten der Region. Hoch über der Stadt auf einem Hügel gelegen, prägt die markante Anlage seit Jahrhunderten das Ortsbild. Die Geschichte Penkuns reicht bis in die slawische Zeit zurück. Erstmals wurde der Ort 1240 als Dorf und 1269 als Stadt urkundlich erwähnt.
Das heutige Schloss entstand ab 1586 unter Einbeziehung von Teilen einer bereits 1190 bezeugten herzoglichen Burg. Für Joachim von Schulenburg errichtete der aus Italien stammende Baumeister Taddeo Paglione eine unregelmäßige Dreiflügelanlage in den Formen der Renaissance. Umbauten im 17. Jahrhundert veränderten die Anlage, ihr historischer Charakter blieb jedoch erhalten. Das Schloss vereint damit einen mittelalterlichen Kern mit repräsentativer Renaissance-Architektur.
Nach Jahrzehnten des Verfalls wurde die ortsbildprägende Anlage umfassend gesichert. Zwischen 1991 und 2001 unterstützte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz die Sanierung der Außenhülle, darunter Arbeiten am Dach, Mauerwerk und den Fenstern. Dadurch konnte die Standsicherheit des Gebäudes wiederhergestellt werden. Heute informiert eine Ausstellung in ausgewählten Räumen über die Regionalgeschichte.
Auch künftig bleibt der Erhalt des Ensembles eine wichtige Aufgabe. Neben dem Schloss stehen weitere historische Gebäude wie die alte Remise und der Speicher im Fokus. Mit Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz werden Untersuchungen zum Holzschutz sowie die denkmalgerechte Sanierung des Speichers gefördert, der künftig als Regionalmarkt genutzt werden soll.
Weitere Informationen zu den Projekten der DSD erhalten Sie unter www.denkmalschutz.de.
Bilder (v. o. n. u.): Die Burg Spantekow wurde im 16. Jahrhundert erbaut. © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Guido Siebert / Das Schloss Penkun ist eine der bedeutendsten Renaissance-Anlagen in Norddeutschland. © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Jorinde Bugenhagen /