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Einsatzkraft von der Freiwilligen Feuerwehr Kritzmow im Einsatzfahrzeug

(25.06.2026) Über 26.000 aktive Feuerwehrkräfte und tausende Mitglieder in Jugendfeuerwehren engagieren sich ehrenamtlich in unserem Bundesland. Sie investieren ihre Freizeit und geben wertvolles Wissen weiter – mit einem tiefen Verantwortungsgefühl für das Gemeinwohl. Diese selbstlose Einsatzbereitschaft verdient höchsten Respekt und Aufmerksamkeit. LOTTO Mecklenburg-Vorpommern unterstützt daher die Aktion „Feuerwehrheld 2026“.

Alle zehn Sekunden rückt in Deutschland die Feuerwehr aus, um für Sicherheit zu sorgen. Ob bei Bränden, Verkehrs- und Gefahrengutunfällen, Naturkatastrophen oder um Tiere aus misslichen Lagen zu befreien – wenn Menschen und Lebewesen in Not geraten, sind neben den Berufsfeuerwehren die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren in Mecklenburg-Vorpommern zur Stelle. Sie stehen Tag und Nacht bereit, um Leben zu retten und die Gemeinschaft sowie die Natur zu schützen. Und das alles neben der beruflichen Tätigkeit, aus voller Überzeugung für das Ehrenamt. Die Aktion „Feuerwehrheld 2026“ der OSTSEE-ZEITUNG erzählt die Geschichten der Menschen, die tagtäglich Großes leisten, ohne dabei im Rampenlicht zu stehen und würdigt den ehrenamtlichen Einsatz.

Radiomoderator und Feuerwehrheld des Jahres 2026

Nun steht der Sieger fest: Alexander Stuth von der Freiwilligen Feuerwehr Kritzmow bekam die meisten Stimmen und kann sich Feuerwehrheld des Jahres 2026 nennen. „Ich freue mich total und habe Gänsehaut. Das ist eine tolle Wertschätzung für die ehrenamtliche Arbeit.“

Wenn es um das Ehrenamt Feuerwehr geht, dann ist Alexander Stuth aus Kritzmow weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt. Der 51-jährige Ostseewelle-Moderator engagiert sich seit 15 Jahren bei der Feuerwehr in Kritzmow und hat darüber hinaus einen erfolgreichen Feuerwehr-Podcast, in dem er dem Ehrenamt mehr Aufmerksamkeit verleiht. Dass Stuth heute Oberfeuerwehrmann bei der Freiwilligen Feuerwehr Kritzmow ist, war vor 15 Jahren noch nicht abzusehen. Damals zog der Radiomoderator in die Gemeinde mit 3.500 Einwohnenden. Schnell stand für ihn fest, dass er sich im Ort engagieren möchte. „Ich wollte mich einbringen in die Gemeinde, ich wollte ein Ehrenamt machen.“ Also ging Stuth zur Freiwilligen Feuerwehr. „Ich habe hier recht schnell Anschluss gefunden.“

Tragik im Einsatz

Im Jahr 2015 passierte für Stuth dann das erste einschneidende Erlebnis in seiner Karriere bei der Freiwilligen Feuerwehr: „Wir wurden zu einem Verkehrsunfall bei der Autobahnabfahrt A20 Rostock-Südstadt gerufen.“ Es war spät am Nachmittag. Was zu dem Zeitpunkt für Stuth noch nicht klar war: Eine Frau kam bei dem Verkehrsunfall ums Leben. „Ich habe den toten Menschen nicht mit eigenen Augen gesehen, aber ich kann mich noch gut an die Situation vor Ort erinnern“, berichtet er. Vor allem eines bleibt ihm im Kopf: das Verkehrschaos an diesem Tag. Helene Fischer wollte in wenigen Stunden in Rostock ein Konzert vor rund 25.000 Menschen zum Besten geben. „Die Leute wollten alle zum Konzert, die Straßen waren randvoll.“

Feuerwehr-Podcast

Nach vielen weiteren Einsätzen hat Stuth eine Idee: Er will auf die Arbeit des Ehrenamtes aufmerksam machen und den Feuerwehrleuten und ihren Geschichten eine Plattform geben. Ein Feuerwehr-Podcast sollte es werden, der 2021 erstmals unter dem Titel „Wasser Marsch!“ bei Ostseewelle lief. Mittlerweile hören sich tausende Menschen aus der Region alle 14 Tage die neuen Folgen an. Mehr als 100 Folgen wurden bereits produziert. „Ich will die Arbeit der Feuerwehren im Land sichtbar machen. Sie haben es verdient.“

Zusammenhalt

Und da hört das Engagement noch nicht auf: Er unterstützt bei Spendenaktionen und Events, ist seit November 2024 Vorsitzender des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Kritzmow und beweist sich auch gerne mal als Koch. Denn: Während in der Stadt oft die Berufsfeuerwehr im Mittelpunkt stehe, erlebte Stuth auf dem Dorf eine ganz andere Form des Zusammenhalts. „Wir sind eine coole Truppe. Bei der Feuerwehr zu sein, bedeutet Teamarbeit. Einen Brand kann niemand allein löschen.“

Heute übernimmt Stuth vielfältige Aufgaben. Als Maschinist und bei der technischen Hilfeleistung ist er immer wieder im Einsatz. Nicht selten sitzt er auch selbst am Steuer eines Einsatzwagens. Die Ausbildungen bei der Freiwilligen Feuerwehr haben ihm viel Freude bereitet: „Es war schön, mit Mitte dreißig auch mal wieder die Schulbank zu drücken“, sagt er lachend. Sogar einen Lkw-Führerschein hat er im fortgeschrittenen Alter noch gemacht.

Herzlichen Glückwunsch zum Titel „Feuerwehrheld des Jahres 2026“ und vielen Dank an alle ehrenamtlich Engagierten!

Alle Geschichten und Informationen zur Aktion „Feuerwehrheld 2026“ gibt es unter www.ostsee-zeitung.de/themen/oz-feuerwehrheld.


Der redaktionelle Inhalt des Beitrags wurde von der OSTSEE-ZEITUNG zur Verfügung gestellt und sprachlich abgewandelt. Redakteurin: Tom Jakob Grafe

Bild: Radiomoderator Alexander Stuth engagiert sich seit 15 Jahren in der Freiwilligen Feuerwehr in Kritzmow. © OSTSEE-ZEITUNG/Martin Börner