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Drei Volleyballspieler springen am Netz.</font>

(03.02.2026) Wenn die Lichter in der Halle an der Ostseeküste angehen, die Bälle fliegen und sich die Emotionen von den Rängen auf das Spielfeld übertragen, dann ist klar: In Warnemünde wird Bundesliga-Volleyball gespielt. Für den SV Warnemünde 1949 e. V. ist diese Saison weit mehr als ein sportlicher Wettbewerb, sie markiert den Beginn eines neuen Kapitels – die erste Bundesliga-Saison in der Vereinsgeschichte. Als Partner des Sports unterstützt LOTTO Mecklenburg-Vorpommern den SV Warnemünde.

Der Jubel war groß, als die Volleyballer des SV Warnemünde am letzten Spieltag der Saison 2024/2025 Historisches schafften und mit dem Gewinn des Meisterschaftstitels erstmalig in die Volleyball-Bundesliga der Herren aufstiegen. Am 21. Oktober 2025 begann das neue Kapitel für den Ostseeverein mit weiteren Reisen, stärkeren Gegnern und einem größeren Medientrubel. Nun messen sich die Spieler Woche für Woche und Spieltag für Spieltag mit den besten Teams Deutschlands.

Hohes Niveau, neue Herausforderungen

Der Einstieg in die Volleyball-Bundesliga verlangte der Mannschaft alles ab. Das Spiel ist schneller, die Abläufe präziser, die Dynamik höher und kleinste Fehler werden unmittelbarer bestraft. Gerade in den ersten Wochen musste sich der SV Warnemünde an dieses neue Niveau gewöhnen. Nach dem ersten Bundesliga-Spiel der Vereinsgeschichte gegen Haching München, was nach tapferen Auftreten 3:1 nach Sätzen verloren ging, folgten neun weitere Spieltage in der Bundesliga mit Niederlagen. Dies verdeutlichte, wie groß der Schritt aus der 2. Bundesliga tatsächlich ist.

Anders hingegen verlief der DVV Pokal für die Volleyballer. Nach einem souveränen 3:1-Sieg in der Qualifikationsrunde gegen Bitterfeld-Wolfen und dem 3:1-Erfolg im Achtelfinale gegen Haching-München, erreichte man erstmals in der Vereinsgeschichte das Viertelfinale im DVV Pokal. Dieses ging am 26. November 2025 nach tapferem Auftreten gegen Berlin verloren. Doch statt zu zweifeln, wuchs das Team an den neuen Herausforderungen, fand Schritt für Schritt in den Rhythmus, gewann Sicherheit und gewöhnte sich an die dynamischen Spielsituationen.

Erste Erfolge und Klassenerhalt

Am 14. Dezember 2025 belohnte sich die Mannschaft dann auch in der Bundesliga und schaffte Historisches: Gegen Karlsruhe gelang dem SV Warnemünde mit einem überzeugenden 3:0 der erste Bundesliga-Sieg der Vereinsgeschichte. Dieses Spiel wirkte wie ein Befreiungsschlag. Es folgte eine Phase, in der die Mannschaft ihr Potenzial konstant abrufen konnte. Kurz nach Weihnachten besiegten die Volleyballer Bitterfeld-Wolfen deutlich, ehe im neuen Jahr die Revanche gegen Haching München mit einem 3:1-Erfolg glückte. Nur wenige Tage später konnte der vierte Saisonsieg gegen Königs Wusterhausen eingefahren werden. Derzeit belegt der SV Warnemünde mit 13 Punkten den 13. Tabellenplatz und kann zuversichtlich in Richtung Klassenerhalt schauen.

Vom Ostseestrand in die Bundesliga-Hallen

Ein besonderes Ausrufezeichen setzte der SV Warnemünde beim Saisonhöhepunkt am 14. Januar: 3.288 Zuschauende sorgten in der Stadthalle Rostock gegen den mehrfachen deutschen Meister aus Berlin für eine Atmosphäre, die selbst erfahrene Bundesliga-Spieler beeindruckte. Beflügelt von der Euphorie ging der erste Satz an die Warnemünder. Auch wenn das Spiel mit 3:1 für Berlin endetet, fühlte sich dieser Abend wie ein Sieg an – für die Region, den Verein und die Mannschaft.

Apropos Mannschaft: Der SV Warnemünde setzt auf nachhaltige Nachwuchsarbeit. Ein Großteil der Spieler im Kader stammt aus MV. Mehrere Volleyballer konnten im Saisonverlauf als Leistungsträger überzeugen, fünf wurden sogar zum MVP – also wertvollsten Spieler – eines Spiels gewählt. Diagonalspieler Jan-Philipp Krabel sticht dabei als Top-Scorer mit 269 Punkten heraus und prägt das Offensivspiel maßgeblich. Sören Schröder und Tommy Mehlberg bilden den variablen Außenangriff, während sich der Mittelblock mit viel Rotation zeigt: Joshua Glasbergen, Jan Wawrzyniak, Tobias Zander und Mateusz Slawatycki sorgen für Präsenz am Netz. Auch Lukasz Dydzik überzeugt offensiv mit 110 Punkten, bringt aber bewusst Risiko ins Spiel. Leon Pohl gibt als Libero Sicherheit, während die Zuspieler Bradley Merryweather und Noah van Dam das Spiel lenken. Gabriel Tyws überzeugt als Universalspieler mit der drittstärksten Punkteeffizienz pro Satz. Für die taktische Ausrichtung der Mannschaft ist Trainer Maurizio Forte zuständig, der die Truppe von der Ostsee erfolgreich lenkt.

Entscheidende Phase

Nun steht in den kommenden Wochen das Saisonfinale mit richtungsweisenden Spielen – darunter noch vier Heimauftritte gegen Lüneburg, Dachau, Berlin und Ludwigsburg – an, bei denen jeder Punkt und die Stimmung des Publikums entscheidend sind. Zwischen Ostseebrise und Volleyballnetz geht es um nicht weniger als den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse. Der SV Warnemünde möchte seinen Platz im Volleyball-Oberhaus behaupten und geht mit voller Zuversicht und idealer Vorbereitung in die Partien.

Weitere Infos zu den Spielen des Volleyballvereins und News rund um den SV Warnemünde 1949 e. V. finden Sie unter www.svw-vb.de oder auf Instagram @sv_warnemuende.


Bild: Voller Körpereinsatz beim Mittelblock. © Thoren Arlt