LOTTO Mecklenburg-Vorpommern gibt größtes Digitalisierungsprojekt in der 35-jährigen Geschichte bekannt
Der Gang zu einer der rund 490 Annahmestellen im Land gehört für die meisten Spielteilnehmenden zum LOTTO-Erlebnis dazu – mit einem Anteil von mehr als 70 Prozent wird ein Großteil der Spieleinsätze hier getätigt. Die fortschreitende Digitalisierung verändert jedoch zunehmend die Art und Weise, wie Angebote wahrgenommen und genutzt werden. Vor diesem Hintergrund vollzieht LOTTO Mecklenburg-Vorpommern als erste Landeslotteriegesellschaft in Deutschland den vollständig flächendeckenden Umstieg auf eine kunden- und bedienfreundlichere Tablet-Variante und schafft zugleich die Grundlage für eine neue Generation digitaler Services in den Annahmestellen – ein Schritt, der in der Lotteriebranche in dieser Form erstmalig gegangen wird.
Elisabeth Aßmann, Geschäftsführerin LOTTO Mecklenburg-Vorpommern erklärt: „Die rund 490 Annahmestellen im Bundesland sind ein zentraler Bestandteil von LOTTO Mecklenburg-Vorpommern, gleichzeitig verändern sich die Erwartungen unserer Kundinnen und Kunden an die Spielteilnahme. Mit dem größten Digitalisierungsprojekt in der Geschichte der Landeslotteriegesellschaft führen wir eine neue, moderne sowie kundenfreundliche Tablet-Generation ein, die das stationäre Angebot zukunftsfähig weiterentwickelt und sinnvoll mit digitalen Angeboten verknüpft. Wir entwickeln mit diesem Projekt unsere bestehenden Prozesse und Systeme konsequent und nachhaltig weiter und schaffen durch neue digitale Lösungen einen konkreten Mehrwert. Mit dieser neuen und modernen Terminallösung gelingt es uns die Abläufe für unsere Kundinnen und Kunden sowie der Bedienkräfte einfacher, intuitiver, schneller und transparenter zu gestalten.“
Flächendeckender Rollout für 2028 geplant
Den Auftrag für die Umsetzung des Digitalisierungsprojektes „GETI – Get Innovation“ hat der IT-Dienstleister adesso im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung für eine neue Hard- und Softwarelösung erhalten. Kern der neuen Generation ist das adesso lottery tablet, eine Verwaltungs- und Betriebsumgebung auf Basis handelsüblicher Tablets, ausgestattet mit einer Neural Processing Unit (NPU). Die Annahmestellen werden künftig mit diesen Tablets ausgestattet und ersetzen die derzeitigen eigens für den Lotteriebetrieb gefertigten Terminalgeräte aus dem Jahr 2013. Neben der Hardware verantwortet adesso zugleich die Implementierung, Wartung und Weiterentwicklung der Software. Die Zuschlagserteilung erfolgte im September 2026, der Vertrag ist auf zehn Jahre angelegt und hat ein Gesamtvolumen im mittleren einstelligen Millionenbereich. Die Entwicklungsphase beginnt im Oktober 2026, Anfang bis Mitte 2028 werden die Tablets im Feld erprobt. Der flächendeckende Rollout in den rund 490 Annahmestellen ist für Ende 2028 vorgesehen.
„Mit den neuen Tablets bauen wir für LOTTO Mecklenburg-Vorpommern eine Infrastruktur auf, mit der das Unternehmen Innovationen und Services deutlich schneller ins Feld bringen kann, als es mit klassischen Spezialgeräten möglich gewesen wäre”, sagt Andreas Prenneis, Mitglied des Vorstands der adesso SE. „Zudem können wir auf dieser Basis die Plattform kontinuierlich gemeinsam weiterentwickeln. Für eine Branche, die traditionell mit langen Investitionszyklen arbeitete, ist das ein Vorzeigeprojekt mit Signalwirkung für andere Landeslotteriegesellschaften.”
Dr. Heiko Geue, Minister für Finanzen und Digitalisierung des Landes Mecklenburg-Vorpommern betont: „Mit GETI startet LOTTO Mecklenburg-Vorpommern das größte Digitalisierungsprojekt seiner Geschichte. Das ist ein starkes Signal für die Zukunftsfähigkeit unseres Landesunternehmens. Mehr als 70 Prozent der Spieleinsätze werden heute noch in den rund 490 Annahmestellen getätigt. Deshalb geht es nicht darum, das Bewährte durch das Digitale zu ersetzen, sondern beides sinnvoll miteinander zu verbinden. Gute Digitalisierung bedeutet eben auch, Bewährtes besser zu machen – mit einfachen, sicheren und kundenfreundlichen Lösungen. Genau darum geht es bei GETI. Die neue Terminalgeneration bringt digitale Möglichkeiten dorthin, wo die Kundinnen und Kunden LOTTO heute erleben: in die Annahmestellen vor Ort. Das ist Digitalisierung, die bei den Menschen ankommt.“
Mehrwert für Kundschaft und Betrieb
Durch die neue Tablet-Lösung werden die Benutzeroberflächen moderner und intuitiver auf die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden sowie der Bedienkräfte ausgerichtet und Vorgänge an die heutigen Erwartungen und Möglichkeiten angepasst. Bisher papiergebundene Prozesse sollen digitaler werden – Formulare und Anträge, etwa für das Beantragen einer Kundenkarte, können künftig elektronisch erfasst werden. Auch die digitale Spielscheinabgabe, die Umwandlung eines Spielscheins in einen Barcode und eine von der Bedienkraft losgelöste Gewinnprüfung sind Bestandteil der geplanten Umsetzung. Um einen reibungslosen Umstieg für die Kundinnen und Kunden zu gewährleisten, besteht weiterhin die Möglichkeit, Spielscheine händisch auszufüllen und die Zahlen anzukreuzen. Das Digitalisierungsprojekt schafft darüber hinaus Raum für weitere Entwicklungen und flexiblere Einbindungen. Die Annahmestellen wachsen technologisch somit näher an die digitale Welt heran und bleiben weiterhin Ort des Austauschs und der Interaktionen. Mit der neuen Generation will LOTTO Mecklenburg-Vorpommern die Schnittstelle zwischen digitaler Technologie und persönlichem Kundenerlebnis grundlegend weiterentwickeln und eine langlebige technische Grundlage für die kommenden Jahre schaffen.
(V. l. n. r.): Elisabeth Aßmann (Geschäftsführerin LOTTO Mecklenburg-Vorpommern), Andreas Prenneis (Mitglied des Vorstands adesso SE) und Dr. Heiko Geue (Minister Finanzen und Digitalisierung des Landes Mecklenburg-Vorpommern) schauen sich die Funktionen der neuen Terminalgeneration an. © LOTTO Mecklenburg-Vorpommern
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(V. l. n. r.): Elisabeth Aßmann (Geschäftsführerin LOTTO Mecklenburg-Vorpommern), Dr. Heiko Geue (Minister Finanzen und Digitalisierung des Landes Mecklenburg-Vorpommern) und Andreas Prenneis (Mitglied des Vorstands adesso SE) bei der Bekanntgabe des größten Digitalisierungsprojektes von LOTTO Mecklenburg-Vorpommern. © LOTTO Mecklenburg-Vorpommern
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