DSD fördert das Gerhart-Hauptmann-Haus
GlücksSpirale unterstützt Denkmale
(18.06.2026) Wer GlücksSpirale spielt, tut Gutes für Sport, Denkmalschutz, die evangelische Landeskirche und soziale Projekte. Rund 28 Prozent der Einnahmen werden für gemeinnützige Zwecke eingesetzt. Ein Denkmal, welches von der Förderung profitiert, ist das Gerhart-Hauptmann-Haus auf Hiddensee.
Gemeinnütziges Engagement wird bei der GlücksSpirale großgeschrieben: Jährlich fördert sie viele wertvolle Projekte, die der Gesellschaft zugutekommen. Neben der Freien Wohlfahrtspflege, dem Deutschen Olympischen Sportbund und der Landeskirche ist die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) einer der landesweiten Destinatäre, die regelmäßig Fördermittel für Gemeinwohlprojekte erhalten. Seit 1985 setzt sich die DSD, als größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland, für die Rettung bedrohter Baudenkmale ein. Über Erträge der GlücksSpirale unterstützt LOTTO Mecklenburg-Vorpommern die Arbeit der Stiftung bereits seit mehr als 30 Jahren. Im vergangenen Jahr konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz so 40 Denkmalen allein in Mecklenburg-Vorpommern helfen.
Wohnhaus eines Nobelpreisträgers
Die nordwestlich von Rügen gelegene Insel Hiddensee wurde Ende des 19. Jahrhunderts von Kreativen als Rückzugsort entdeckt. Besonders Gerhart Hauptmann (1862 – 1946) prägte ihre kulturelle Bedeutung: Seit seinem ersten Besuch 1885 fühlte er sich von Landschaft, Stille und Einsamkeit angezogen. Noch in der ersten Nacht entstand sein Gedicht „Mondscheinlerche“. Hiddensee wurde zu seiner zweiten Heimat, 1930 erwarb Hauptmann das Haus „Seedorn“ als Sommerresidenz.
Es umfasst das historische Haupthaus sowie einen von Arnulf Schelcher entworfenen Neubau. Beide Bauten sind durch einen schmalen Kreuzgang verbunden und vergegenwärtigen bis heute sein Wirken auf der Insel. Die Backsteingebäude sind mit Biberschwanzziegeln gedeckt. Das zweigeschossige Altbauhaus ist im Erdgeschoss verputzt, im Obergeschoss verschalt und wird von einem Mansarddach mit Schopf abgeschlossen. Der eingeschossige Neubau besitzt ein Walmdach mit großen Fledermausgauben und wurde durch einen großzügigen Weinkeller ergänzt, in dem zahlreiche Flaschen in Tonröhren lagerten. Als einziges in ursprünglicher Form erhaltenes Wohnhaus eines Literatur-Nobelpreisträgers in Deutschland gilt es heute als nationales Denkmal.
Generalsanierung
Seit dem 10. Todestag Hauptmanns im Jahr 1956 ist sein Haus „Seedorn“ ein Museum und eine der wichtigsten kulturellen Sehenswürdigkeiten Hiddensees. Die Wohnräume sind weitgehend original erhalten: Schreibtisch, Stehpult, Tisch und rund tausend Bücher zeugen von seinem Alltag. An der Wand über dem Bett finden sich zudem seine handschriftlichen nächtlichen Notizen, darunter Sätze wie „Schweigen ist die größte Kunst“, „Es lohnt nicht mehr“ und „Reden entfernt“.
Da die Bausubstanz des Gebäudes stark gefährdet ist, wird das Haus denkmalgerecht generalsaniert: Mauerwerk, Statik, Dach. Damit sich das Literaturmuseum auch zukünftig in voller Pracht präsentieren kann, ist im Zuge der Sanierung eine Neuorganisation der Räume und eine bauliche Umstrukturierung nötig.
Weitere Informationen zu den Projekten der DSD erhalten Sie unter www.denkmalschutz.de.
Bild: Im Gerhart-Hauptmann-Haus auf der Insel Hiddensee befindet sich ein Literaturmuseum. © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Siebert