Saisonfinale
Stralsunder HV in der 3. Handball-Liga
(07.04.2026) Mit einer Menge Rückenwind vom Strelasund und den Anfeuerungen des Publikums in der Vogelsanghalle sind die Handballer des Stralsunder HV in die 3. Liga-Saison gestartet. Nun stehen die letzten fünf Partien der Saison an und die Hansestädter möchten ihren Platz in der Tabelle behaupten. Als Kooperationspartner wünscht LOTTO Mecklenburg-Vorpommern viel Erfolg.
Der Stralsunder HV gehört seit Jahrzehnten zu den prägenden Handballadressen in Mecklenburg-Vorpommern. Als eigenständiger Verein am 29. Mai 1996 gegründet, ging der Verein aus dem TSV 1860 Stralsund hervor. Die Vereinsfarben Blau-Weiß-Rot stehen dabei für die Tradition der Hansestadt und die Verbundenheit zu einer Region, in der Handball einen besonderen Stellenwert genießt. Denn: Als einer der mitgliederstärksten Vereine Mecklenburg-Vorpommerns trägt der Club eine gewisse Verantwortung – sowohl auf als auch abseits des Spielfeldes.
Höhen, Tiefen und die Vision 2030
Sportlich blickt der SHV auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Bereits ein Jahr nach Vereinsgründung gelang 1998 mit der Meisterschaft in der Regionalliga der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Der bislang größte Erfolg folgte 2002/2003 mit dem Gewinn der Zweitligameisterschaft und dem damit verbundenen Aufstieg in die 1. Bundesliga. Auch wenn der direkte Wiederabstieg ein Jahr später einen Dämpfer bedeutete, blieb der Verein konkurrenzfähig. In der Saison 2007/2008 folgte mit dem erneuten Meistertitel in der 2. Bundesliga der Wiederaufstieg ins Oberhaus, bevor 2009 mit der Insolvenz ein herber Einschnitt hingenommen werden musste, der den Verein bis in die Oberliga MV zurückwarf. Seitdem hat sich der Club Schritt für Schritt neu aufgebaut und kontinuierlich weiterentwickelt. Der Wiederaufstieg in die 3. Liga im Jahr 2020 markierte dabei einen wichtigen Meilenstein – und setzte gleichzeitig den Startpunkt für die ambitionierte „Vision 2030“.
Mit der „Vision 2030“ verfolgt der Stralsunder HV ein klares Ziel: die Rückkehr in die 2. Handball-Bundesliga und die langfristige Etablierung auf diesem Niveau. Dabei geht es nicht nur um sportlichen Erfolg, sondern um strukturelles Wachstum und eine stärkere überregionale Wahrnehmung. Der Verein möchte sich als Aushängeschild der Region positionieren und bestehende Strukturen ausbauen.
Hansestädter mit reichlich Ambitionen
In der aktuellen Saison 2025/2026 zeigt sich die Mannschaft in der 3. Liga Nord-Ost gefestigt und konkurrenzfähig. Nach 25 Spielen rangiert das Team im soliden Tabellenmittelfeld auf dem 9. Platz. Neun Siege, drei Unentschieden und dreizehn Niederlagen ergeben ein Punktekonto von 23:27 – ein Spiegelbild einer Saison, die von Konstanz geprägt ist und Ambitionen für kommende Jahre aufzeigt.
Auffällig ist dabei vor allem die Ausgeglichenheit: Mit 794 erzielten und 813 kassierten Treffern bewegt sich der Stralsunder HV sowohl offensiv als auch defensiv im Ligamittelfeld. Gleichzeitig unterstreicht die geringe Anzahl an Zeitstrafen die disziplinierte und faire Spielweise der Mannschaft.
Mannschaftliche Geschlossenheit
Für die taktische Ausrichtung des Vereins ist Tainer Norman Flödl zuständig, der das Team innerhalb der Saison übernahm. Mit seiner Erfahrung als Bundesligaspieler im Profibereich und den Trainerstationen beim 1. VfL Potsdam und im Nachwuchs der Füchse Berlin, bringt er neue Impulse und eine klare Handschrift ins Spiel der Stralsunder.
Auch individuell weiß die Mannschaft zu überzeugen. Allen voran Jonas Wark, der mit 116 Treffern nicht nur bester Schütze seines Teams ist, sondern auch ligaweit zu den 20 gefährlichsten Offensivspielern zählt. Doch der Erfolg des Stralsunder HV basiert nicht auf Einzelspielern, sondern auf mannschaftlicher Geschlossenheit. Die Torhüter und Spieler wie Fiete Berger, Frederik von Troil, Linus Skroblien oder Kevin Szep-Kis sorgen dafür, dass die Verantwortung in der Defensive und Offensive auf mehrere Schultern verteilt ist – ein klarer Vorteil im Saisonverlauf.
Drei Heimspiele zum Saisonfinale
Nun richtet sich der Blick auf den Saisonendspurt – und dieser hat es in sich. Fünf Spiele stehen noch aus, drei davon vor heimischer Kulisse. Insbesondere die Vogelsanghalle könnte dabei zum entscheidenden Faktor werden, denn die Unterstützung von den Rängen hat in dieser Saison bereits mehrfach zusätzliche Kräfte freigesetzt.
Mit den Heimspielen gegen die HSG Ostsee, Hildesheim und Braunschweig wartet dabei ein abwechslungsreiches Restprogramm. Während die HSG Ostsee und auch der Oranienburger HC, auf den man am letzten Spieltag auswärts trifft, eher im unteren Tabellenbereich angesiedelt sind und somit wichtige Punktelieferanten sein könnten, stellen insbesondere Braunschweig und Hildesheim echte Herausforderungen dar. Beide Teams gehören zur Spitze der Liga und werden dem Stralsunder HV alles abverlangen. Eine besondere Bedeutung kommt auch dem Auswärtsspiel bei der HSG Eider Harde zu. Als direkter Tabellennachbar ist dieses Duell richtungsweisend für die finale Platzierung.
Gelingt es, die Spiele gegen direkte Konkurrenten für sich zu entscheiden und gleichzeitig gegen die Topteams mutig aufzutreten, könnte der Stralsunder HV nicht nur tabellarisch einen positiven Abschluss erreichen, sondern auch ein wichtiges Signal im Hinblick auf die kommenden Jahre senden.
Wenn also in den nächsten Wochen wieder der Ball durch die Vogelsanghalle fliegt, die Fans ihre Mannschaft nach vorne treiben und jeder Treffer lautstark gefeiert wird, geht es um mehr als nur Punkte. Es geht um Selbstvertrauen, um Entwicklung – und um die nächsten Schritte auf dem Weg zur „Vision 2030“.
Weitere Infos zu den Spielen des Stralsunder HV und News rund um den Verein finden Sie unter www.stralsunder-hv.de oder auf Instagram und Facebook @stralsunder_hv.
Bild: Ausreichend Sprungkraft ist nötig, um über den Block zu werfen. © bilderhorizonte