DSD fördert Schweriner Dom und Fontänenhaus
GlücksSpirale unterstützt Denkmale
(18.03.2026) Wer GlücksSpirale spielt, tut Gutes für Sport, Denkmalschutz, die evangelische Landeskirche und soziale Projekte. Rund 28 Prozent der Einnahmen werden für gemeinnützige Zwecke eingesetzt. Zwei Denkmale, welche von der Förderung profitieren, sind der Schweriner Dom und das Fontänenhaus in Ludwigslust.
Gemeinnütziges Engagement wird bei der GlücksSpirale großgeschrieben: Jährlich fördert sie viele wertvolle Projekte, die der Gesellschaft zugutekommen. Neben der Freien Wohlfahrtspflege, dem Deutschen Olympischen Sportbund und der Landeskirche ist die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) einer der landesweiten Destinatäre, die regelmäßig Fördermittel für Gemeinwohlprojekte erhalten. Seit 1985 setzt sich die DSD, als größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland, für die Rettung bedrohter Baudenkmale ein. Über Erträge der GlücksSpirale unterstützt LOTTO Mecklenburg-Vorpommern die Arbeit der Stiftung bereits seit mehr als 30 Jahren. Im vergangenen Jahr 2025 konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz so 40 Denkmalen allein in Mecklenburg-Vorpommern helfen.
Über den Dächern: Schweriner Dom
Im Zentrum Schwerins erstreckt sich der Schweriner Dom als beeindruckendes Denkmal über den Dächern der Landeshauptstadt. Auf einer kleinen Erhebung ist er der vermutlich dritte Bau an dieser Stelle – zuvor standen dort eine Holzkirche und ein romanischer Dom. Der Bau des Schweriner Doms begann um 1270, 1327 kam es zur Fertigstellung des Chors, 1370 des Querhauses. 1426 wurde das Langhaus gewölbt und der Dombau vollendet. Die aus rotem Backstein gemauerte dreischiffige Basilika mit Querhaus, Chorumgang und Kapellenkranz besitzt dabei einen hohen Westturm aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert. Der Kirchturm ist 117 Meter hoch, die Scheitelhöhe des über 100 Meter langen Sakralbaus beträgt 26 Meter. Das Langhaus wird von Strebepfeilern gestützt, das ebenfalls dreischiffige Querhaus bildet Kreuzflügel. Der daran anschließende Chor ist als Vieleck im Binnenchor angeordnet. An den Chorumgang schließen fünf radial angeordnete, dreiseitig geschlossenen Kapellen an, die einheitlich überdacht sind.
Angekommen im Jahr 2026 ist der gotische Backsteinbau das einzige, noch vollständig erhaltene mittelalterliche Bauwerk in Schwerin. Doch die Zeit hinterlässt ihre Spuren, weshalb Zweckerträge aus der GlücksSpirale nun für restauratorische Arbeiten an einer Innenwand des Schweriner Doms eingesetzt werden. So soll das Denkmal in voller Pracht noch für viele Generationen erhalten bleiben. Denn der Dom verfügt über eine reiche Ausstattung. Besonders wertvoll sind die Ladegast-Orgel von 1871, der spätgotische Flügelaltar von 1490, die Renaissance-Grabmäler für Herzog Christoph und Elisabeth von Schweden von dem flämischen Bildhauer Robert Coppens und das aus der Vischer-Werkstatt stammende Bronze-Epitaph der Herzogin Helena von Mecklenburg.
Fontänenhaus: Ältestes Haus Ludwigslusts
Rund 40 Kilometer südlich vom Schweriner Dom ist der Ort Ludwigslust gelegen. Neben dem malerischen Schloss, welches auch als „Versailles des Nordens“ bezeichnet wird, ist in der Straße Schlossfreiheit 4 das älteste Haus der Kleinstadt zu entdecken – das Fontänenhaus. Erbaut wurde es wohl zwischen 1747 und 1750 in der Regierungszeit von Herzog Christian Ludwig II. (1747–1756) und gilt als das älteste Haus in Ludwigslust. Es diente ursprünglich als Wasserspeicher für die Fontänen des Jagdschlosses, daher die Namensgebung.
Das Fontänenhaus wurde als zweistöckiges Fachwerkgebäude erbaut. Alle Fassaden wurden einheitlich mit roten Ziegeln und hellgrauem Fachwerk versehen. Die Kreuzstockfenster waren in einem typischen Grau gestrichen, was sich auch im Innenbereich an den Wänden, Decken und an der Treppe weiterzog. Beim Umbau mit klassizistischen Elementen Ende des 18. Jahrhunderts war die wichtigste Veränderung die Verlängerung des Hauses in nördliche Richtung. Das Haus wurde im Sinne der romantischen „Gartenhausarchitektur“ mit hölzernen Applikationen und Fensterläden im Erdgeschoss aufgewertet. Die farbliche Gestaltung der Fassaden folgte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Zeit also, das Äußere aufzuwerten, um das heute beherbergte "Natureum" – ein naturkundliches Museum, das Einblicke in die Natur West-Mecklenburgs bietet und als Ort für Museumspädagogik genutzt wird – im schönsten Licht darzustellen. Für die Sanierung der Fassade werden Zweckerträge aus der GlücksSpirale eingesetzt.
Bild I: Die Orgel im Inneren des Schweriner Doms. © LOTTO Mecklenburg-Vorpommern
Bild II: Das Fontänenhaus ist das älteste Haus Ludwigslusts. © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Schöps