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Außenaufnahme das Fachhallenhauses Hufe VII in Groß Neuleben

(17.02.2026) Wer GlücksSpirale spielt, tut Gutes für Sport, Denkmalschutz, die evangelische Landeskirche und soziale Projekte. Rund 28 Prozent der Einnahmen werden für gemeinnützige Zwecke eingesetzt. Ein Denkmal, welches von der Förderung profitierte, ist das Fachhallenhaus Hufe VII in Groß Neuleben.

Gemeinnütziges Engagement wird bei der GlücksSpirale großgeschrieben: Jährlich fördert die Lotterie viele wertvolle Projekte, die der Gesellschaft zugutekommen. Neben der Freien Wohlfahrtspflege, dem Deutschen Olympischen Sportbund und der Landeskirche ist die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) einer der landesweiten Destinatäre, die regelmäßig Zweckerträge zur Förderung von Gemeinwohlprojekten erhalten. Seit 1985 setzt sich die DSD, als größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland, für die Rettung bedrohter Baudenkmale ein. Über Erträge der GlücksSpirale unterstützt LOTTO Mecklenburg-Vorpommern die Arbeit der Stiftung bereits seit mehr als 30 Jahren. Im vergangenen Jahr konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz so 40 Denkmalen allein in Mecklenburg-Vorpommern helfen.

500 Jahre Familiengeschichte

Unweit von Lübeck, aber noch im schönen Mecklenburg-Vorpommern gelegen, befindet sich in Groß Neuleben ein ganz besonderes Gebäude: das Fachhallenhaus Hufe VII. Der Name Hufe VII ist auf die damalige Anordnung der Häuser im Dorf zurückzuführen. Das niederdeutsche Hallenhaus befindet sich seit mehr als 500 Jahren im Besitz der Familie Oldenburg. Die ersten schriftlichen Aufzeichnungen hierfür stammen aus dem Jahr 1525 – damals noch unter dem Namen Ollenborg, der noch heute auf einem alten Holzbalken im Wohnzimmer des Hauses eingraviert ist.

Das Haus gehört somit zu den ältesten niederdeutschen Hallenhäusern in Mecklenburg-Vorpommern und ist von immenser Bedeutung für die Erforschung der Konstruktion von Hallenhäusern in der Frühen Neuzeit. Zudem wurde die Hofstelle flächendeckend als Bodendenkmal eingestuft, einschließlich der Pflasterung und der Toreinfahrt.

Holzbalken mit Gravur des Familiennamens Ollenborg

Nach Sanierungsarbeiten in den Jahren 1550, 1693 und 1780, folgte 1871 der Ausbau des Wohnteils mit seiner Raumstruktur, den Fußböden und der bauzeitlichen Treppe. Die Ständerkonstruktion und die Struktur des Hallenhauses mit Diele, Bohlendecke, Abseiten und Scherwand ist bis heute erhalten. In den 1950er Jahren wurden Dach und Giebelseiten verändert, ehe die Familie Oldenburg 1953 enteignet wurde. Der Grund: Das Haus lag im Radius von fünf Kilometern der DDR-Sperrzone zwischen Ost und West, 1956 entstand dort ein LPG-Stützpunkt. Nach der Wende und Wiedervereinigung Deutschlands gingen Haus und Hof 1992 wieder in den Besitz der Familie Oldenburg über.

Manfred Oldenburg, preisgekrönter Regisseur, der heute in 17. Generation das Haus besitzt, entschied sich gemeinsam mit seiner Mutter, das historische Denkmal in mühevoller Arbeit zu erhalten und zu sanieren. So begann 2017 die erste große Sanierung des Hallenhauses, 2025 folgten umfassende Arbeiten am Stalltrakt wie die Abfangung der Dielenwände, der partielle Austausch der geschädigten Eichenschwelle inklusive der Instandsetzung des Feldsteinfundaments sowie die Wiederherstellung des Lehmstampfbodens. Zukünftig stehen noch einige weitere Projekte an, denn Dach, Bodenschwellen, Keller, Wände, Feldsteinfundament und viele weitere Bereiche des Hauses benötigen die Aufmerksamkeit von Expertinnen und Experten.

Weitere Informationen zu den Projekten der DSD erhalten Sie unter www.denkmalschutz.de.


Bilder: Hufe VII in Groß Neuleben ist eines der ältesten niederdeutschen Hallenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern. © LOTTO MV | Der Holzbalken mit der Gravur des Familiennamens Ollenborg ist ein Relikt aus einem vergangenen Jahrhundert. © LOTTO MV