800 Jahre Wittenburg
Kleinstadtperlen
(10.06.2026) Der dritte Teil unserer Serie „Kleinstadtperlen“ führt uns nach Westmecklenburg. Dort feiert das schöne Örtchen Wittenburg in diesem Jahr sein 800. Jubiläum. Die Geschichte der Stadt reicht bis in die Slawenzeit zurück und noch heute lassen sich Spuren der Vergangenheit entdecken.
Im Landkreis Ludwigslust-Parchim gelegen, zählt Wittenburg mit seinen rund 6.800 Einwohnenden zu den ältesten Städten Mecklenburgs. Die historische Wallanlage mit ihren Linden umgibt die Kleinstadt bis heute. Sie erinnert an eine Zeit, in der Wittenburg einst hart umkämpft war. Im Mittelalter entwickelte sich der Ort zu einer wehrhaften Bastion und zugleich zu einem günstig gelegenen Handelsplatz. Bauwerke wie das Rathaus, der Amtsbergturm und die Holländerwindmühle zeugen noch heute vom Aufschwung im 19. Jahrhundert.
Stadtgeschichte
Wittenburg blickt auf eine lange und bewegte Stadtgeschichte zurück. Wie der Name vermuten lässt, geht der Ort auf eine slawische Burg zurück. Diese wurde jedoch bereits um 1150 von Heinrich dem Löwen zerstört, der dort eine neue Anlage errichten ließ. An dieser Stelle, dem Amtsberg, befinden sich heute Reste eines spätmittelalterlichen Turms. Das genaue Gründungsdatum Wittenburgs ist unbekannt, weshalb sich das Jubiläum an der ersten urkundlichen Erwähnung orientiert: 1226 sicherte Kaiser Friedrich II. der Stadt Lübeck den freien Handel mit der Stadt Wittenburg zu. Dank ihrer Lage an einer wichtigen Handelsstraße entwickelte sich die Stadt im Mittelalter zu einem bedeutenden Ort. Bereits 1282 war sie Mittelpunkt einer Grafschaft – in dieser Zeit entstanden Stadtmauer, Türme und Tore. Kriege und Brände hinterließen im 17. und 18. Jahrhundert ihre Spuren. Einige historische Bauten prägen bis heute das Stadtbild, sehenswert sind unter anderem das Rathaus im Tudor-Stil von 1852 oder die Bartholomäus-Kirche aus dem 13. Jahrhundert. Weitere Anziehungspunkte sind das städtische Heimatmuseum, der Hungerturm, die Holländerwindmühle von 1890 sowie das weltweit einzigartige MehlWelten Museum.
NDR MV Sommerparty
Ein erstes Highlight vor der Festwoche im Juli ist die NDR MV Sommerparty am 20. Juni auf der Bürgerwiese. Ab 17 Uhr sorgen NDR 1 Radio MV und das Nordmagazin für beste Unterhaltung bei freiem Eintritt. Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf Livemusik von Billy Rock, spannende Bühnenspiele und bekannte Gesichter wie Dania Behm, Nils Söhrens und Leif Tennemann freuen. Zudem gibt es bei der traditionellen Stadtaufgabe wieder die Chance auf 1.000 Euro für einen guten Zweck – unterstützt von LOTTO Mecklenburg-Vorpommern. Auch sportlich geht es rund: NDR-Sportexperte Jan Ditjurgeit begleitet die Live-Übertragung des Spiels der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM. Zudem senden „Wochenend und Angerstein“ sowie das Nordmagazin direkt aus Wittenburg.
Jubiläumswoche im Juli
Rund zwei Wochen nach der Sommerparty geht es feierlich weiter: Die Festwoche zum 800. Jubiläum findet vom 04. bis 12. Juli statt und verbindet eindrucksvoll die lange Geschichte der Stadt mit ihrer Gegenwart. Ein abwechslungsreiches Programm aus Mitmachangeboten, Kunst, Kultur und Musik lädt Einheimische wie Gäste zum Feiern und Entdecken ein. Schon der Auftakt bietet mit dem 3. Internationalen Strohballenrennen in Körchow und dem Theaterstück „Die Feuerprobe“ auf dem Amtsberg besondere Höhepunkte. Es folgen ein Festkonzert mit German Brass, stimmungsvolle Musikabende in den historischen Gassen sowie im MehlWelten Museum und die Sonderausstellung „Wittenburg gestern und heute“. Ein Nachtwächter im historischen Gewand sorgt in den frühen Morgenstunden für einzigartige Atmosphäre, wenn er die Einwohnenden im alten Stadtkern weckt. Zu den Höhepunkten im Juli zählen der große Festumzug und die abendliche Lasershow, bevor die Festwoche am 12. Juli mit einem Konzert der Bigband des Landespolizeiorchesters MV feierlich ausklingt.
Alle Informationen zum Stadtjubiläum von Wittenburg erhalten Sie unter www.amt-wittenburg.de.
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