Saisonendspurt bei den Rostock Seawolves
Basketball-Bundesliga an der Ostseeküste
(24.03.2026) Wenn Menschenmassen in blau-orangen Trikots in die Stadthalle strömen, die Hallenlichter zu flackern beginnen und der Ball auf dem Parkett prallt, dann ist wieder Spieltag der Rostock Seawolves. Nun stehen die letzten Partien der Bundesliga-Hauptrunde an und die heiße Phase um den Einzug in die Playoffs ist eröffnet. Als Kooperationspartner der Rostock Seawolves wünscht LOTTO Mecklenburg-Vorpommern viel Erfolg.
Begriffe wie Starting Five, Buzzer Beater, Alley-oop oder Double-Double werden nur den Basketballfans etwas sagen, doch Basketball zählt durch die Kombination aus Schnelligkeit, Taktik, spektakulären Dunks und Würfen, intensiven Manndeckungen und einer Menge Unterhaltung zu einer weltweit gefeierten Sportart – so auch in Rostock. Im Durchschnitt besuchen mehr als 4.000 Zuschauende die Heimspiele der Seawolves in der Stadthalle Rostock, die liebevoll als Wolfshöhle bezeichnet wird. Mit über 4.300 aktiven Vereinsmitgliedern sind die Seawolves zudem der mitgliederstärkste Basketballclub in ganz Deutschland und behaupten sich in einer der besten Basketball-Ligen der Welt und im FIBA Europe CUP sogar auf internationaler Bühne.
Überzeugende Hauptrunde
Die aktuelle Saison 2025/2026 der Basketball-Bundesliga läuft für die Seawolves wie geplant. Nach 23 Spielen ist der Verein durch zwölf Siege und elf Niederlagen mit einer Punktebilanz von 24:22 auf dem neunten Tabellenplatz zu finden. Mit durchschnittlich 84,2 Punkten pro Spiel stellen die Seawolves eine solide Offensive. Vor allem bei den Freiwürfen und den erfolgreichen Dreipunktewürfen zählt Rostock zu den Topteams der Liga. Gleichzeitig überzeugt die Mannschaft durch ihre physische Präsenz unter dem Korb: Mit durchschnittlich 41,5 Rebounds pro Spiel führen die Seawolves die Liga an. Besonders bei den Defensiv-Rebounds setzt das Team mit 28,1 pro Partie sogar den Bestwert der gesamten Bundesliga.
Gefestigtes Team
Von größter Bedeutung für solche Werte und den gemeinsamen Erfolg ist in einer Mannschaftssportart immer das gesamte Team. Chef-Trainer Przemyslaw Frasunkiewicz – der selbst rund 20 Jahre Profi-Basketballer war und seit 2024 die Seawolves trainiert – sorgt gemeinsam mit dem Co-Trainer-Gespann aus Tom Schmidt und Piotr Blechacz für die taktische Ausrichtung, eingespielte Abläufe, detaillierte Spielzüge und ein harmonisches Teamgefüge. Das macht sich bemerkbar: Am 06. März gelang den Rostockern der höchste Bundesliga-Sieg der Vereinsgeschichte. Gegen die Gladiators Trier setzte sich das Team spektakulär mit 118:103 durch.
Individuelle Klasse
Doch auch individuelle Klasse ist auf diesem Niveau gefragt. Offensiv wird das Spiel der Seawolves vor allem von TJ Crockett Jr. geprägt. Der Shooting Guard ist mit durchschnittlich 16,6 Punkten pro Spiel der erfolgreichste Werfer der Rostocker und gehört zu den zehn besten Punktesammlern der Liga. Unterstützung erhält er unter anderem von D'Shawn Schwartz, der als Small Forward im Schnitt 13,6 Punkte erzielt und zudem regelmäßig wichtige Rebounds einsammelt sowie von Lukasz Kolenda als Rotation für konstante Korberfolge.
Unter dem Korb sorgen die beiden Center Owen Klaasen und Andy Van Vliet für Stabilität. Klaasen zählt mit durchschnittlich 8,3 Rebounds pro Spiel zu den stärksten Reboundern der Bundesliga, während Van Vliet mit seiner Größe von 2,13 Metern sowohl offensiv als auch defensiv wichtige Akzente setzt. In der Spielgestaltung setzt DeAndre Lansdowne als Point Guard seine Mitspieler in Szene und baut das Angriffsspiel auf. Angeführt wird das Team vom Kapitän Sid-Marlon Theis, der als Power Forward nicht nur sportlich, sondern auch als Führungsspieler eine wichtige Rolle einnimmt. Von der Bank kommt wichtige Unterstützung: Spieler wie Kassim Nicholson, Elias Baggette, Bent Leuchten, Dominic Lockhart, Luis Wulff und Jonas Zilinskas sorgen für eine stabile Rotation.
Playoffs und Saisonfinale
Nun geht es in die entscheidende Phase der Saison – noch elf Spiele stehen für die Seawolves auf dem Programm. Die Zielsetzung ist dabei klar definiert: ein Platz unter den besten sechs Teams der Liga und damit die direkte Qualifikation für die Playoffs. Sollte das nicht gelingen, bietet zumindest ein Platz unter den besten zehn Mannschaften über die sogenannten Play-Ins eine weitere Chance auf den Einzug in die Playoffs. Dort geht es anschließend über Viertelfinale, Halbfinale und Finale um den deutschen Meistertitel und die Rostock Seawolves wollen dabei sein. Eines ist gewiss: Die Seawolves können auf die lautstarke Unterstützung von den Rängen zählen, die für die nötige Extramotivation sorgen sollte.
Weitere Infos zu den Spielen der Rostock Seawolves und News rund um den Verein finden Sie unter www.seawolves.de oder auf Instagram und Facebook @rostockseawolves.
Bild: Owen Klaasen lässt einen Dunk mit seiner Körpergröße von 2.08 Metern leicht aussehen. © Matthias Stickel